Von Downern, die die Welt nicht braucht

Von Downern, die die Welt nicht braucht

22. Oktober 2020 0 Von anna

Es gibt Menschen, die fühlen sich so richtig wohl, wenn sie andere klein machen. Sie in allem, was sie tun abwerten. Allerdings eben auch nur dann. Keine Demütigung. Kein Hochgefühl. Ähnlich wie bei Junkies: Ohne Stoff geht nichts.

Diese Downer – die treffende Bezeichnung habe ich vor langer Zeit bei Profilerin Suzanne Grieger-Langer (auf Insta profilersuzanne) aufgeschnappt – ziehen ihre Spur durchs Leben anderer, richten dabei massive Schäden an. All das für einen kleinen Moment des intensiven Gefühls großartig zu sein, besser zu sein als der Rest.

Ein vergleichsweise kurzer Moment der Ablenkung von der bitteren Realität. Jene Wahrheit, die besagt, dass sie eben doch nur armselig sind, nichts Bedeutsames leisten und an nichts wirklich Freude empfinden. Sehr zu bedauernde Geschöpfe eigentlich, die rastlos umherirren und nach der nächsten Dröhnung suchen.

Lass es nicht zu, dass sie diese bei dir finden. Lass es nicht zu, dass sie dich klein machen. Lass es nicht zu, dass sie dich zerstören. Sei stark. Sei du selbst. Du bist es wert. Die Downer führen nur ein unglückliches Leben.

Auch wir selbst machen uns oft klein. Sei es, weil uns andere über lange Zeit mobben, um sich selbst besser zu fühlen und wir irgendwann selbst daran glauben. Sei es, weil wir immer wieder versuchen, denselben Weg zu gehen und immer wieder scheitern. Das demotiviert und frustriert. Und vielleicht glauben wir irgendwann, es liegt an uns und wir können es einfach nicht.

Wir verbittern. Wir belügen uns selbst, um uns besser zu fühlen. Das wird – wenn überhaupt – auch nur eine Weile funktionieren und dürfte sehr anstrengend sein. An diesem Punkt werden wir zum Downer unserer selbst. Ein toller Spruch, der schon einigen klugen Menschen wie Rita Mae Brown und Albert Einstein in den Mund gelegt wurde lautet: „Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.“ Ich liebe Sprüche und diesen besonders, denn er ist so wahr.

Verbissen tun wir also immer wieder das Gleiche und hoffen, dass es besser wird. Ob im Alltag mit der Familie oder im Beruf mit den Kollegen oder in der Partnerschaft… Leider kann das aber gar nicht funktionieren.

Fragt euch einmal selbst, ob ihr solche Verhaltensmuster bei euch entdeckt. Seht euch um, ob ihr Downer in eurem Umfeld findet. Oder gehört ihr vielleicht selbst dazu?

Gute Nachricht: Wir können etwas ändern. In uns verändern. An unserem Weg. Auch wenn das manchmal heißt, alles umzuschmeißen, Mauern einzureißen. Das spielt keine Rolle. Es funktioniert aber eben nur bei uns selbst. Wer damit Zeit verbringt, andere Menschen zu ändern, der vergeudet diese. „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“ Noch so ein wahrer und wunderbarer Spruch. Fang bei dir selbst an und alles um dich herum wird sich ändern. 😊

Und dazu habe ich gleich noch den passenden Spruch von Georg Lichtenberg: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“

Hör also auf dich selbst zu downen. Du bist gut. Du bist wertvoll. Und du kannst ändern, was immer du willst. Es ist deine Entscheidung. Aber es ist niemals einfach. Es braucht Mut, Entschlossenheit und Selbstliebe. Wenn du glücklich bist, sind es auch die Menschen um dich herum, die dir wichtig sind. Denn wenn du dich selbst nicht zum Downer machst, kannst du auch niemand anderen downen. 😊

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